">"> Familien-Verband-Forker Homepage

Liebe Forker, Forkert, Furker und Furkert,

unser 8. Treffen ist gelaufen und mit Stolz können wir sagen es war ein gelungenes Treffen. Denn mit 85 Familienangehörigen und 8 Gästen und einem informativen und unterhaltsamen Programm war für jeden etwas dabei. Datum der Zusammenkunft war der 27.August 2011, natürlich wie immer im Erbgericht Langenwolmsdorf OT von 01833 Stolpen.



treffen 2011
Hier die Teilnehmer neben dem Erbgericht
Foto: Uwe Rosendahl

Was die SZ- Sebnitz im vorhinein des 8. Treffens schrieb, können Sie hier lesen.

SZ Bericht 2011



PROTOKOLL über das 8. FORKERTREFFEN
in der Gaststätte "Erbgericht"
zu Langenwolmsdorf
am 27. August 2011

Teilnehmer
Leitung Joachim Forker (Düsseldorf)
Referenten Joachim Forker (Düsseldorf)
Kirchenvertreter Pfarrerin Frau Brigitte Schleinitz
Kirchnerin Frau Siegrid Bürger
Kantor Herr Erik Sirrenberg
Ehrengäste
Herr Uwe Steglich, Bürgermeister der Stadt Stolpen
Frau Erika Dürr, Ortschaftsrat, in Vertretung des Orts-Vorstehers OT Lwd.
Herr Jan Barowsky
Gäste
Ehepaar Uwe und Edeltraut Rosendahl (Braunschweig)
Herr Werner Philipp (Ottendorf- Okrilla)
Herr Siegfried Rüger (Pirna)
Ehepaar Ralph und Edith Jatzke (Langenwolmsdorf)
Presse
Zeitungsartikel vor der Veranstaltung
Unterhaltung
Das Duo "Zwei Vagabunden"
Matthias Bergmann (Rathmannsdorf)
Helmut Preuß (Stolpen)
Protokoll
Klaus Forker (Lohmar)
Familienangehörige eingeladen mit Datum 18.01.2011
angemeldet bis 28.07.11
entschuldigt gefehlt
ohne Mitteilung ferngeblieben
unangemeldet erschienen
gesamt anwesend
(representieren 45 Familien)
Gesamtzahl (plus 8 Gäste)
309 Personen
  82    - ,, -
    9    - ,, -
    7    - ,, -
  19    - ,, -
  85    - ,, -

  93    - ,, -


Programmpunkte und Ablauf

  1. Kirchenbesuch 14.00 – 14.50 Uhr
    Begrüßung, Joachim heißt Gäste und Familienangehörige an Stelle seines Bruders Armin herzlich willkommen, dessen Gesundheitszustand nach Krankenhausaufenthalt eine Teilnahme am Familientreffen noch nicht zulässt.
    Andacht
    Der Kantor, Herr Sirrenberg, stimmt mit dem Präludium von Buxtehude auf die Andacht ein.
    Pfarrerin Frau Schleinitz informiert zunächst, warum sie aus kirchlicher Sicht an die Vorfahren der Forker – Familie erinnern wird. Sie ist Vertretungspfarrerin im Stolpener Land und betreue 4 Kirchengemeinden. Die Zeiten hätten sich geändert und die Zuständigkeits bereiche würden größer.
    Der Nachfolger von Pfarrer Popp soll ab 01.09.11 seinen Dienst aufnehmen.
    Pfarrerin und Gemeinde lesen den Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ im Wechsel.
    Anschließend werden die Strophen 1 – 5 des Liedes 317 „Lobe den Herren“ Gemeinsam gesungen.
    Frau Schleinitz berichtet, aus der Familie ihres Mannes wisse sie, Ahnenforschung sei eine interessante Sache. Man versuche zum Beispiel, Antworten auf die Fragen zu finden, wer sind meine Vorfahren, wo haben sie gewohnt, wo komme ich her.
    Vermutungen wandeln sich mit der Zeit dann in Gewißheit. Bei den Forkers führen Spuren von Sachsen über Schlesien / Polen in den englisch sprachigen Raum nach Schottland. Von dort wären die Vorfahren aufgebrochen, um Neue – meistens bessere – Lebensbedingungen zu suchen. Veränderungen durch Aufbruch seien allerdings kein neues Thema. Ausführungen dazu finde man bereits in der Schöpfungsgeschichte (1. Buch Mose, 12. Kapitel, Verse 1–4).
    Abraham – alter Name Abram – erhält von Gott unmissverständlich den Auftrag, sein Vaterland, seine Verwandtschaft als auch das Haus seiner Väter zu verlassen und trotz hohen Alters in ein Land zu ziehen, das er ihm zeigen werde. Gehorsam begibt sich Abraham mit Gefolge auf die beschwerliche Wanderschaft in die Ungewissheit, lediglich an die Verheißung Gottes glaubend, Stammvater eines großen Volkes zu werden und das bislang unbekannte Land zu besitzen. Gott verspricht, ihn zu segnen und dass er ein Segen für andere sein soll. Das Vertrauen zu Gott bildet in dieser Situation ein sicheres und tragfähiges Fundament.
    Seit jeher gilt, jeder Aufbruch bedeutet Vertrautes zurückzulassen, für lange Wege Geduld aufzubringen, unbekannte Situationen zu meistern und Risiken einzugehen, deren Folgen oft nicht einschätzbar sind.
    In gleicher Situation befanden sich ihre Vorfahren als sie Schottland den Rücken kehrten und sicherlich mit viel Gottvertrauen den Aufbruch in die Ungewissheit wagten. Auch heute gebe es vielfältige Beweggründe für einen derartigen Schritt. Lebensbedingungen können unerträglich werden, Aufträge sind andernorts durchzuführen oder die Jugend empfindet die Heimat als zu eng und möchte die Welt kennenlernen.
    In unserer gegenwärtigen modernen Welt machen Flugzeuge rasche Ortswechsel möglich. Mobiltelefone und Computer tragen zum Wissensgewinn bei und beschleunigen den Informationsaustausch. Gegenüber früher ist manches leichter geworden. Allerdings lehre die Erfahrung, es geht nicht immer alles glatt vonstatten. Zwar schenke uns Gott mit dem Segen die Gunst, mit seiner Hilfe Schwierigkeiten zu überwinden. Mit dem unerschütterlichen Glauben an den allmächtigen Schöpfer bauen wir auf seine Verlässlichkeit. Als Urvater des Vertrauens zeige Abraham, dass diese Grundhaltung zum Bestehen im Leben unerlässlich ist.
    Frau Schleinitz wünscht den Anwesenden für das Wochenende gute Gespräche, sich anders als bisher kennenzulernen, das angesprochene Vertrauen verspüren zu können, den Segen zu erfahren und segensreich für andere sein zu dürfen.
    Das gesungene Lied 170, Strophen 1 – 4 “ Komm Herr segne uns “( Segenslied ) unterstreicht die Wünsche. In das abschließende Gebet wird auch Armin in Leipzig miteinbezogen.
    Herr Sirrenberg setzt den Schlusspunkt mit dem Allegro Pomposo von Thomas Adams.
    Abschluß Bei Glockengeläut versammeln sich die Teilnehmer vor der Forker – Gedenktafel, um den Vorfahren ein sichtbare Ehrerbietung darzubringen. Als Gruß wird an der Gedenkstätte ein Gebinde Sonnenblumen niedergelegt. Die Kirchnerin, Frau Bürger, hatte zuvor den unter der Tafel ruhenden Grabstein mit einem Strauß Herbstblumen geschmückt.
    Frau Schleinitz erteilt den kirchlichen Segen.
  2. Obligatorisches Familienfoto vor dem Zugang zum Kirchgelände, 14.50 – 15.00 Uhr
    siehe oben.
  3. Grußworte, 15.10 – 15.15 Uhr
    Joachim erklärt, an seiner Stelle sollte sein Bruder Prof. Armin Forker die Begrüßung vornehmen, aber leider sei dieser erkrankt und bedarf noch der Genesung. Wünschen wir ihm von hier aus gute Besserung.
    Joachim widmet das herzliche Willkommen den geschätzten Gästen sowie den lieben Verwandten, insbesondere den lieben bekannten und noch unbekannten Forker, Forkert, Furker und Furkert.
    Besondere Freude bereite es ihm, dass die Einladung regen Zuspruch fand und vor allem auch dieses Mal wieder einige zum ersten Mal am Treffen in Langenwolmsdorf, dem Ursprungsort unserer weit verzweigten Familie, teilnehmen.
    Ein besonderer Gruß gilt dem Stolpener Bürgermeister Herrn Uwe Steglich und Frau Erika Dürr, die den Ortsvorsteher von Langenwolmsdorf, Herrn Jan Barowski, vertritt.
    BM Steglich wünscht der Veranstaltung ein gutes Gelingen und den Zuhörern, aus der Begegnung neue Erkenntnisse mit nach Hause zu nehmen. Er appelliert, Langenwolmsdorf die Treue zu halten, auch mal zwischendurch vorbeizuschauen und bald wiederzukommen.
    Genesungswünsche für Armin werden ausgesprochen.
    Leider verlangen offizielle Pflichten seine Anwesenheit in Rathen, das zwei Ereignisse feiern kann, nämlich 75. Jubiläum der Felsenbühne und 750 Jahre Bestehen des Ortes. Er bittet um Verständnis, das Familientreffen umgehend verlassen zu müssen.
    Frau Dürr übermittelt die Grüße des Ortschaftsrates und von Herrn Barowski. In freier Rede berichtet sie von Neuerungen im Orte z.B. Anschaffung eines Feuerwehrautos, Schaffung von mehr Betreuungsplätzen im Kinderhort, Sanierung der Turnhalle und Beseitigung der Schäden des Hochwassers, das den Ort zweimal innerhalb von 14 Tagen heimgesucht hatte.
    Frau Dürr bekennt ein Nicht – Sachse zu sein. Geboren in Kehl und Aufenthalt in Konstanz wurde Lwd. ihr Lebensmittelpunkt. Die Übernahme eines Ehrenamtes und der vorurteilsfreie Empfang der Bewohner erleichterten ihr das Einleben und ließen sie schnell heimisch werden.
  4. Erläuterungen zu den Nachfahren - Grafiken, 15.15 – 15.25 Uhr
    Joachim trägt einige Aspekte zur Verzweigung der Forker – Familie und den ausgestellten Nachfahren – Grafiken vor. In der Begrüßung habe er dieses Mal alle Namensträger Forker-Forkert, Furker und Furkert genannt, denn in den letzten Jahren erlangte er bei der Beschäftigung mit den Vorfahren Gewissheit darüber, dass der Ursprung all dieser Namensträger hier unmittelbar um die Burg Stolpen liegt.
    Also, wer von den Forker ein u im oder ein t am Ende seines Namens trägt, sei kein Fremder, sondern gehöre zur Familie.
    Denn nach dem alten Grundsatz (vor Grimms Wörterbuch und dem Duden!) galt stets „geschrieben wie gehört“ und bereits seit dieser Zeit gibt es diese Variationen unseres Namens. Heute ist eine solche Entwicklung jedenfalls im deutschen Sprachraum kaum noch vorstellbar.
    Was allerdings bis heute noch nicht geklärt werden konnte ist die Frage, woher kommen denn die Namensträger, deren Vorfahren in Niederschlesien in den Ortschaften um Grünberg (heute Zielena Gora in Polen) siedelten. Sind das Zweige der hier um Stolpen sesshaft gewordenen Schotten – oder sind es direkte Nachfahren schottischer Siedler? Dazu später im 2. Teil des Vortrages nach dem Kaffeetrinken.
    Bei der Anmeldung erhielt jeder registrierte Teilnehmer einen Textilaufkleber, mit der Bitte, ihn während des Treffens sichtbar zu tragen. Das Namensschild weist den Träger mit dem Vornamen und mit zwei oder bis zu drei, durch Schrägstrich getrennten Zahlen aus. Die erste Zahl benennt den frühesten bisher ermittelten Vorfahren (Spitzenahne). Die zweite Zahl steht für die persönliche Kennzahl. Bei drei Zahlen beziehen sich die ersten beiden – wegen der Größe der Ausdrucke – auf das jeweilige Haupt- und Unterblatt. Mit Hilfe der ersten Zahl kann herausgefunden werden, auf welche Nachfahren – Grafik man zuerst schauen muss. Die letzte Zahl (persönliche Kennzahl) hilft dann diesbezügliche Angaben auf der rechten Seite des Ausdrucks aufzufinden. Am rechten Ende der einzelnen Linien stehen, sofern Informationen mitgeteilt worden sind, die eigenen Nachkommen - Kinder oder sogar schon die Enkel.
    Sollten sich mehrere von ihnen vor einem Ausdruck treffen, kann leicht festgestellt werden, über wen sie miteinander verwandt sind.
    Die hier zugänglichen Ausdrucke zeigen das Ergebnis der seit 1928 kontinuierlichen Suche allerdings nur zum großen Teil, denn inzwischen sind über die bekannt gewordenen Töchterlinien insgesamt schon 6500 Personen und 2000 Ehen erfasst.
    Darüber hinaus ist auf den diversen Grafiken, die nicht auf den Spitzenahnen unseres Hauptstammes Nr. 127 verweisen, erkennbar, dass noch viele Linien auf weitere Forschung warten.
    Die Kaffeepause biete nun Gelegenheit in die Ausdrucke Einsicht zu nehmen und sich über das Gewinnen neuer Erkenntnisse zu freuen. Sollte dabei Unzutreffendes auffallen, wird um diesbezügliche Hinweise gebeten. Joachim ermuntert, sich den Stolpener Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen und appelliert, die weitere Ahnenforschung mit einer kleinen Geldspende zu unterstützen.
  5. Gemeinsames Kaffeetrinken, 15.25 – 16.30 Uhr
    Das Ehepaar Nestroy sowie flinke Mitarbeiterinnen servieren zügig Kaffee und Kuchen á la carte. Vor den ausgedruckten Stammtafeln finden zahlreiche Interessierte zum Gespräch zusammen.
    Jürgen aus Seevetal ergreift die Initiative und spricht Joachim im Namen aller Teilnehmer, Dank und Anerkennung für die unermüdliche Arbeit aus. Nicht alles ließe sich durch selbstloses Wirken erledigen, denn die organisatorischen Vorbereitungen erforderten nun einmal finanziellen Aufwand, der gemeinschaftlich getragen werden sollte. Er kündigt an, sein sammlerisches Geschick einzusetzen, um das Budget für den erwähnten Zweck aufzubessern.
    Seiner Bitte wurde großzügig entsprochen.
  6. Neues aus der Familienforschung der vergangenen drei Jahre, 16.30 – 16.55 Uhr
    Joachim berichtet, er konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Suche nach weiteren Vorfahren in den vielen noch immer bruchstückhaften Linien, die meist in den umliegenden Ortschaften enden.
    Seine Tätigkeit wurde zunehmend von Erschwernissen begleitet. Einmal sei es die große Distanz zwischen Wohnort und Forschungsstätte, zum anderen die schwindende Möglichlichkeit, vor Ort die Kirchenbücher einzusehen. Als Folge der angespannten Haushaltslage stünden weniger Pfarrer zur Verfügung. Gemeinden müssten zwangsläufig zusammengelegt werden; aktuelles Beispiel, die Vier im Stolpener Land. Dadurch nehmen die Verantwortungsbereiche und die wahrzunehmenden Aufgaben für die Betroffenen zu.
    Der Auftrag, die Einsichtnahme der Kirchenbücher zu überwachen, gerät aus Zeitmangel ins Hintertreffen. Mit der Unterstützung durch Pfarramtsangestellte kann kaum gerechnet werden. Auch sie hätten für das Anliegen keine Zeit übrig, außerdem wären nur wenige in der Lage, die alte deutsche Kanzleischrift zu entziffern. Schriftliche Anfragen würden meist schleppend bearbeitet und für eine Stunde Suchzeit 30 € verlangt.
    Wie bereits andernorts geschehen, werden in absehbarer Zeit auch im hiesigen Gebiet die Kirchenbücher verfilmt und dann nur noch im Zentralkirchenarchiv in Dresden, an momentan zwei Lesegeräten mit begrenzter Lesezeit einsehbar sein. Bei den Kirchenbüchern bis 1874 handele es sich um wichtiges Kulturgut – präzise gesagt kirchliche Handlungsbücher für Taufen, Heiraten und Sterbefälle – von allgemeinem Interesse, das inzwischen nicht mehr dem Datenschutz unterliegt.
    Trotz der Schwierigkeiten seit es gelungen, einige Linien zu komplettieren, beispielsweise die Forkerts aus Hamburg an weitere Vorfahren in Polenz anzubinden; aber auch einige Bühlauer, Dresdner und Frankfurter Forkert erhielten dadurch Gewissheit, dass ihre Vorfahren auf Umwegen aus Langenwolmsdorf kamen – für mich eine Erbauung, vielleicht auch für die Adressaten.
    Anknüpfend an seine Erlebnisse begrüßt Joachim anwesende, liebe Genealogiefreunde, Herrn Uwe Rosendahl mit Frau sowie die Herren Werner Philipp und Siegfried Rüger, alle Drei hätten schon wiederholt Daten zur Forkerforschung beigetragen.
    In seinem Ausblick kommt Joachim noch mal auf die These zurück, dass die Forker Nachfahren schottischer Einwanderer seien.
    Was dafür spreche, habe er ausführlich auf der Homepage beschrieben, aber nicht allen Familienangehörigen wird das gegenwärtig sein.
    Deshalb wesentliche Aspekte nochmals in Kürze:
    1. Die Schreibweise “ Forgkwer “ des Namens in den frühesten Kirchenbüchern von Langenwolmsdorf, Polenz und Lauterbach.
    2. Die original schottische Schreibweise “ Farqhuar “ und Aussprache “ Forker “.
    3. Die Kopie einer original schottischen Geburtsurkunde von Adam Farquhar, geboren 1720, der von der amerikanischen Einwanderungsbehörde “ Forker “ geschrieben wurde.
    4. Die Tatsache, dass im 15.Jahrhundert 35.000 schottische Familien in Polen siedelten.
    5. Dass im Findbuch “ Schotten in Polen, Russland und den baltischen Staaten 1550- 1850 “ vom Schotten David Dobson, neben vielen anderen, auch der Name Farqhuar einige Male verbürgt ist.
    6. Forker müssen nach der Reformation zugewandert sein, sonst hätte es bereits zu dieser Zeitepoche eine wesentlich größere Anzahl und Ausbreitung der Familie gegeben.
    Es schließt sich die Frage an, sind wir nun katholische Schotten oder evangelisch – lutherische Kursachsen ?
    Joachim nimmt das erstere an, aber genau wisse man es nicht – es bleibe bei Hypothesen. Um aus diesen Hypothesen eine Tatsache zu machen, könnte die moderne Genforschung zu neuen Erkenntnissen verhelfen. Mit ihren Möglichkeiten ließe sich feststellen, wie nahe sich eine Gruppe deutscher und schottischer Forker ist, z.B. vor wie vielen Generationen hatten beide Gruppen einen gemeinsamen Vorfahren oder ob beide Gruppen von völlig getrennten Ahnen abstammen.
    Dieses Projekt beschäftige ihn bereits schon seit einigen Jahren. Er denke, sich demnächst intensiv damit beschäftigen zu wollen. Interessenten mögen sich bei ihm melden. Leider fiele der in der Einladung vorgesehene Vortrag aus: DNA – Genalogie – was kann sie uns bieten? Die Referentin musste ihre Teilnahme am Treffen kurzfristig absagen. Zur Zukunft des Familienverbandes führt er aus:
    Als er 1988 mit der Familienforschung begann und sich kurz danach entschloss, das erste Familientreffen zu organisieren, habe er sich noch keine Gedanken gemacht, wie sich das Ganze entwickeln würde. Inzwischen finde schon das 8.Treffen statt. Bisher habe sich jedoch noch niemand als Organisator der Treffen angeboten, außer der inzwischen aus Altersgründen geschrumpften Führungsmannschaft, an deren Spitze vor allem der verstorbene Ehrenpräsident Hans Georg Forker stand.
    Er freue sich, dass dessen Frau Renate mit ihrer Schwiegertochter Daniela unter den Anwesenden weile.
    Offenbar haben die Gruppenmitglieder während der vergangenen Treffen nicht ausdrücklich genug darauf hingewiesen, dass auch sie älter würden. Nun wäre es aber an der Zeit, aus der großen Familie Interessenten zu finden, die bereit sind, die Organisation des Familientreffens 2014 zu übernehmen, damit auf die Veranstaltung zwangsläufig nicht verzichtet werden muß.
    Joachim meint, es sei höchste Zeit, den Staffelstab weiterzureichen. Für einen allein ist die erforderliche Arbeit auf Dauer zu viel, zumal noch das Alter und die Distanz Düsseldorf - Langenwolmsdorf erheblich ins Gewicht fallen.
    Die weitere Archivierung des Datenbestandes sowie die Präsentation im Internet wolle er gern weiter betreiben, damit das seit 83 Jahren erforschte Material erhalten und zugänglich bleibt. Das nächste Treffen müsse auf jeden Fall von anderer Seite organisiert werden. Deshalb rege er heute schon an, ernsthaft darüber nachzudenken, wer mit der Wahrnehnehmung der vielfältigen Aufgaben betraut werden soll. Wenn wir hier auseinander gehen, wird die Problematik wahrscheinlich schnell in Vergessenheit geraten sein. Also liebe Anwesende, geht heute und hier in Euch und sprecht mich diesbezüglich an.
    Joachim wendet sich in seinem Appell insbesondere an die Familienmitglieder im Raum Dresden bzw. insgesamt Sachsen, denn in Stolpen und seiner nächsten Umgebung wohnen erstaunlicherweise heute kaum noch Forkers.
    Sein Bruder Armin hätte diese Gesichtspunkte hier mit Nachdruck vorgetragen. Er handele also auch in dessem Sinne sowie auch im Sinne von Klaus, der mit seiner lieben Waltrud den Empfang übernahm und die trefflichen Berichte des Treffens schreibt, die auf den Seiten des Familienverbandes im Internet nachgelesen werden können.
    Anmerkung des Protokollanten : Zu oa. Personenkreis gehört ebenso Inge (Düsseldorf), die ihren Mann Joachim in jeglicher Hinsicht tatkräftig unterstützt.
    Sollte noch jemand Fragen haben, bitte er, sich bei ihm zu melden.
    Nach dem Dank für die Aufmerksamkeit folgt ein Hinweis auf eine kurze Pause und das Musikerduo “ Zwei Vagabunden “.
    Klaus ( Protokoll ) nutzt die Gelegenheit und bekräftigt Joachims Ausführungen, benennt konkrete Vorbereitungsschritte und spricht die Folgen an, wenn die Unterstützung für Joachim ausbliebe.
    Hinsichtlich der einstmals aufgelegten “ Familienbroschüre “ sei er mehrmals angesprochen worden, ob noch Exemplare vorhanden wären. Leider ist die erste Auflage vergriffen. Über eine ergänzte Neuauflage müsste zu gegebener Zeit entschieden werden, wenn genügend Interesse vorläge. Diesbezügliche Wünsche sollten bei Joachim vorgebracht werden.
  7. Unterhaltung mit den "Zwei Vagabunden", 17.00 – 18.00 Uhr
    Geduldig hatten sie in einem stillen Winkel des Saales, fast unbemerkt, auf ihren Auftritt gewartet. Auf Zuruf streben die beiden Unterhaltungskünstler aus Rathmannsdorf und Stolpen mit Elan und Lebensfreude ausstrahlend vor den Präsidiumstisch und setzen ihre Instrumente Akkordeon, Mandoline, Flöte, Gitarre und Sopransaxophon griffbereit ab. Dem Vernehmen nach sorgen sie für gesangliche und instrumentale Untermalung bei Veranstaltungen aller Art z.B. beim Elbhangfest, auf dem Herbstmarkt in Dresden, auf der Burg Stolpen und dem Rathener Felsenfest sowie in der Neustadthalle oder sogar heute im Erbgericht in Langenwolmsdorf.
    Schnell sind das Eis gebrochen und die Zuhörer zu höchster Aufmerksamkeit animiert. Aus ihrem reichhaltigen Repertoire alter beliebter Schlagermelodien, Volks – und Heimatlieder, Folklore und beschwingter internationaler Unterhaltungsmusik kommen in unterschiedlicher Vortragsform folgende Titel feuerwerksgleich zu Gehör:

    - de säck´sche Loreley ( eine Säck´sche Ballade von Lene Vogt ),
    - das Lied von der Sonne, weil der heutige Tag verregnet,
    - “Renate, Renate, der Chic und Charme gefällt“ zu Ehren von Renate aus Refrath,
    - Sing á Lied, wenn …….,
    - Lied vom Hochofen ( Hoch auf dem gelben Wagen ),
    - Wenn alle Brünnlein fließen,
    - Tante Emmaladen in Bad Schandau, was es alles dort so gab in alten Zeiten,
    - Forkerline = Mandoline = zartbesaitet,
    - Die schönen Frauen haben immer recht,
    - Es geht nichts über die Gemütlichkeit,
    - im Lausitzer Dialekt “ Gustav´s Loatschen “,
    - Schunkelwalzer “ Mis a ra, mis a ra “,
    - einen Quickstep – Tanz mit Akkordeon und Sopransaxophon,
    - Ich weiß, was Dir fehlt,
    - “ Loch in Wand “ im Samba – Rhythmus und
    - Ruhe und Gemütlichkeit

    Mit dem Lied “ Muß ich denn zum Städtele hinaus “ verabschieden sich die beiden Musiker, begleitet vom begeisterten Applaus der Zuhörer. Sie wurden ihrem Ruf, der Extraklasse anzugehören, voll gerecht.
    Damit endet das 8. Forker – Treffen offiziell.
  8. Ausklang
    Joachim beantwortet Anliegen etlicher Fragesteller. Derweil bringen helfende Hände die Ausstellungsmaterialien in einen transportbereiten Zustand, damit die Arbeit nicht am Sonntagmorgen erledigt werden muss.
    Der Gastraum im Erbgericht wird von den Forkers fast vollständig besetzt. Das Angebot der Speisen – und Getränkekarte lässt jeden etwas nach seinem Geschmack finden. Der rege Informations – und Gedankenaustausch findet erst sein Ende als das Sandmännchen zum Aufbruch mahnt.
  9. Klaus Forker
    Protokollführer

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    Das 7. Familientreffen 2008, fand am Samstag den 30. August im Erbgericht Langenwolmsdorf statt.

    Treffen 2008
    Hier die Teilnehmer neben dem Erbgericht
    Foto: Matthias Haßpacher

    Zu unserem Treffen schrieb die Sächsische Zeitung vom 01.09.2008 in ihrer Ausgabe für Sebnitz

    SZ-Artikel Treffen 2008

    Reichlich Bilder vom 7. Treffen 2008 sehen Sie auf der Homepage von Langenwolmsdorf und dort auf der Startseite "Forker-Familienverband traf sich wieder".




    Hier nun endlich das lang erwartete Protokoll des 7. Treffens.

    PROTOKOLL über das 7. FORKERTREFFEN
    in der Gaststätte "Erbgericht"
    zu Langenwolmsdorf
    am 30. August 2008

    Teilnehmer
    Leitung Prof. habil. Dr. Armin Forker (Leipzig)
    Referenten Joachim Forker (Düsseldorf)
    Lutz Forkert (Dresden)
    Jürgen Forkert (Dresden)
    Kirchenvertreter Pfarrer i.R. Ernst Richter
    Kirchnerin Frau Siegrid Bürger
    Ehrengäste
    Herr Uwe Steglich, Bürgermeister der Stadt Stolpen
    Frau Romy Roch, Chronistin für den OT LWD
    Presse
    Herr Matthias Haßpacher, Sächsische Zeitung Lokalredaktion Sebnitz
    Herr Robert Forkert (Sohn von Jürgen Forkert) Web- Master/aktuelle Betreuung von SZ.SEBNITZ@DD-V.DE
    Kultur / Schule
    Frau Katrin Barowski (Ehefrau von Ortsvorsteher Jan Barowski) sowie Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Langenwolmsdorf
    Protokoll
    Klaus Forker (Lohmar)
    Familien angemeldet bis 21.08.08
    entschuldigt gefehlt
    ohne Mitteilung ferngeblieben
    unangemeldet erschienen
    anwesend
    47
    3
    5
    4
    43
    Familienangehörige angemeldet bis 21.08.08
    entschuldigt gefehlt
    ohne Mitteilung ferngeblieben
    unangemeldet erschienen
    gesamt anwesend
    89 Pers.
    10  "
     9  "
    20  "
    86  "
    davon 10 Kinder


    Programmpunkte und Ablauf

    1. Begrüßung, 14.00 – 14.10 Uhr
      Armin ( Leipzig ) heißt die in der Ev. Luth. Pfarrkirche zu Langenwolmsdorf versammelten Forker-Familien und die Gäste herzlich willkommen. Er äußert einige Gedanken zum Kirchenbesuch, der im Leben der ortsansässigen Forker einen festen Platz einnahm. In dem Gotteshaus, das unter Denkmalschutz steht, wurden sie getauft, konfirmiert und getraut. Hinterbliebene trauerten um die Verstorbenen. Die feierlichen Handlungen begleitete der jeweilige Organist auf der Herbrig - Orgel, die in ihrer Art nur 9x in der Umgebung von Langenwolmsdorf anzutreffen ist.
      Das Gedenken an die Vorfahren soll das Familientreffen einleiten.
      Besorgnisse und Hoffnungen im Zusammenhang mit der Instandhaltung des Kirchengebäudes, die sich aus der Verantwortlichkeit für die Denkmalspflege ergibt, werden ausgesprochen.
    2. Gedenken an die Vorfahren, 14.10 – 14.30 Uhr Pfarrer i.R. Richter intoniert zu Beginn ein Lied, das zum Verweilen im Gotteshaus einlädt. Entgegen üblicher Gepflogenheiten sind keine Gesangbücher ausgelegt worden. Der Text der Liedes kann von einer großen Leinwand abgelesen werden, der von Prokifolien dorthin projeziert worden ist. Den Gesang der Gemeinde begleitet Frau Agnes Rudeck ( Tochter von Pfr. Richter ) mit der Gitarre.
      In seiner Ansprache nimmt Pfr. Richter Bezug auf Darlegungen im 2. Buch Mose des Alten Testaments, die das wechselvolle Leben der Israeliten beschreiben. Die erwähnten Lebenserfahrungen dieses Stammes würden auch auf die Sippe der Forker zutreffen. Man wechselte den Lebensraum und ging durch schöne wie auch schwierige Zeiten. Zwischen Geburt und Tod seien eigentlich alle Menschen unterwegs. Allerdings bedeute der Tod nicht das Ende, sondern Geborgenheit beim Herrn. Dieser Gesichtspunkt leitet in das Gedenken an Hans-Georg Forker ( Refrath ) über. Der Ehrenpräsident des Familienverbandes starb im März 2007, 2 Monate nach Vollendung des 91. Lebensjahres. Pfr. Richter wendet sich wieder allgemeinen Betrachtungen zu. Viele Gläubige, die der Hektik der schnelllebigen Zeit unterworfen sind, suchen heutzutage Halt in der Kirche. Der im Buch Mose erwähnte Bundesschluß zwischen Gott und dem Volk erneuere sich immer wieder über Taufe und Konfirmation. Es gelte den Bund mit Gott zu bekräftigen und vielleicht über die Einkehr zur Umkehr der praktizierten Lebensweise zu finden. Die ebenfalls im 2.Buch Mose angekündigten Wunder habe Gott durch Leben, Sterben und Auferstehung verwirklicht. Gedanken und Wünsche begleiteten jeden Menschen ständig durch das Leben.
      Ein gesungenes Vaterunser mit dem Kehrreim "Vater, unser Vater, alle Ehre Deinem Namen; Vater, unser Vater, bis ans Ende der Zeiten, Amen", das Pfr. Richter auf der Gitarre musikalisch ergänzt sowie der Dank Armins und der geistliche Segen beschließen die Andacht in der Kirche.
      Bei Glockengeläut versammeln sich die Teilnehmer vor der Forker-Gedenktafel, um der Vorfahren ehrend zu gedenken. Als Gruß werden an der Gedenkstätte ein Gebinde aus Sonnenblumen und ein Strauß Gladiolen mit Winterastern niedergelegt.
    3. Obligatorisches Familienfoto vor dem Zugang zum Kirchgelände, 14.40 – 14.45 Uhr
      siehe oben.
    4. Gemeinsames Kaffeetrinken, 15.00 – 15.50 Uhr
      Das Ehepaar Nestroy sowie flinke Mitarbeiterinnen servieren zügig Kaffee und Kuchen á la carte. Armin dankt ihnen für die aufmerksame Sorge um das leibliche Wohl der Gäste. Er begrüßt nochmals alle Anwesenden, insbesondere Birgit aus Adelaide und ihren Lebensgefährten Andrew Fores. Beide waren aus Australien angereist und befinden sich auf einer Europa – Rundreise. Neugierig auf das Familientreffen, hatten sie die Termine so abgestimmt, dass sie voller Erwartungen an diesem auch teilnehmen konnten. Joachim überreicht Birgit ein regionaltypisches Geschenk zur Erinnerung an den denkwürdigen Besuch.
      Armin übermittelt weiterhin Grüße von Paula aus Uruguay.
      Anschließend rückt die Vergangenheit in die Gegenwart. Armin schildert den Lebenslauf und das Wirken des verstorbenen Ehrenpräsidenten Hans-Georg (Refrath) und erwähnt auch die Beiträge dessen Vorfahren zur Gründung des Familienverbandes und seiner Fort-führung. Der Familienverband verliert mit Hans-Georg eine Persönlichkeit, die durch Ideenreichtum und Durchsetzungskraft die Geschicke der Gemeinschaft maßgeblich gestaltete. In das Gedenken an Hans-Georg werden alle verstorbenen Angehörigen der Forker – Familien einbezogen.
      Bürgermeister Steglich widmet seine Betrachtungen der Gegenwart mit einem Blick auf künftige Vorhaben. Er übermittelt die Grüße des Ortschaftsrates und des Ortsvorstehers Jan Barowski, der andernorts Verpflichtungen wahrnehmen muß.
      BM Steglich schätzt die Treue des Familienverbandes, die Treffen regelmäßig in Langenwolmsdorf durchzuführen. Damit würde ein Beitrag zur Traditionspflege geleistet. Er freue sich, unter den Anwesenden so viele Kinder zu sehen.
      Seit dem letzten Forker – Treffen habe es in Langenwolmsdorf einige Veränderungen gegeben. So flossen Haushaltsmittel in Höhe von 2,4 Mio.€ in die Erweiterung der Mittelschule, die Kirchengemeinde konnte die notwendige Reparatur des Kirchendachs erledigen und das Denkmal für die Gefallenen des 1.Weltkrieges - die Namen von zwei Forker sind dort in Stein verewigt - wurde saniert.
      Die Einrichtung von Kindertagestätten liege ihm besonders am Herzen und stehe in der Prioritätenliste obenan. Aus seiner Sicht lohne es sich, die Forker – Treffen weiterhin in Langenwolsdorf zu veranstalten. Er appelliert an die Zuhörer, die praktizierte Tradidionspflege beizubehalten und wünscht noch einen angenehmen Samstag.
      Birgit erhält von ihm eine Chronik der Burgstadt Stolpen.
      Armin gratuliert BM Steglich zur kürzlich erfolgten Wiederwahl sowie für die herzliche und engagierte Ansprache.
      Besondere Anerkennung erhält Inge (Düsseldorf-Unterbach) für das Anbringen der zahlreichen Stammtafeln.
    5. Neues aus der Forker - Familiengeschichte, 15.50 – 16.10 Uhr
      Joachim bekennt, das Interesse an der Familienforschung habe sich inzwischen zu einem Hobby entwickelt, das viel Zeit, Geduld, Hartnäckigkeit und ein hohes Maß an Zielstrebig erfordert. Er konzentriere sich gegenwärtig auf die Kernfragen "Wie stehen die Forker-Familien zueinander?" und "Welche Verknüpfungen bestehen?" Er betreibe weder Genealogie noch Ahnenforschung (Stichworte: Vorfahren / Nachfahren väterlicher- und mütterlicherseits; ich bezogene Stammtafeln). Er dokumentiere die Nachfahren von Spitzenahnen in einer Nachfahrentafel, aus der ersichtlich ist "Wo steht die einzelne Person Forker im Familienverband". Die Unterschiede werden anhand von zwei Schaubildern anschaulich herausgestellt. Die Nummern auf den ausgehändigten Namensschildern helfen, sich auf der diesbezüglichen Stammtafel wiederzufinden und feststellen, wie man miteinander verwandt sei. Ein Schaubild zeigt früheste bisher gefundene Forker-Vorkommen in Deutschland, z.B. um Stolpen (14. - 19.Jahrhundert) und in Schlesien (auch Forkert, 1584 Grünberg).
    6. Administratives, 16.10 – 16.35 Uhr
      Armin erinnert, dass die Aufwendungen für die Arbeit im Familienverband ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Es sei nach drei Jahren wieder einmal an der Zeit, die Kasse zu füttern. Jürgen ( Seevetal ) habe sich als Sammler zur Verfügung gestellt und wird die Anwesenden diesbezüglich ansprechen. Die freundliche Ermunterung „ Seid nicht kleinlich “ führt zu einem ansehnlichen Ergebnis.
      Einige Teilnehmer nutzen noch die Gelegenheit, sich an den Stammtafeln zu informieren.
    7. Heimatliches Bühnenstück, 16.35 – 17.05 Uhr
      Unter der Leitung von Frau Katrin Barowski marschieren 15 Kinder auf die mit Kulissen ausgestattete Bühne zur Aufführung des Schuleingangsprogramms. Von einer Lehrerkollegin mit Gitarre begleitet, singt die Gruppe eingangs: „ Wir laden Euch ein zum Ritterfeste; ihr könnt viel erleben und lernt auch was.“
      Nach der 1. Szene, dem Ritterschlag, begibt sich Ritter Kunibert auf eine Reise durch die Ortsteile Helmsdorf, Rennersdorf, Lauterbach, Stolpen, Heeselicht und Langenwolmsdorf und erlebt etliche Abenteuer. Die Zuschauer erfahren dabei auch etwas über die Wahrzeichen der aufgesuchten Ortschaften. In den wechselnden Szenenbildern treten auf ein Pfarrer, ein Elternpaar, Räuber und Diebe, eine Magd, das Eichhörnchen Knuffi, Steckenpferde und ein Burgfräulein.
      Die Aufführung schließt mit dem Langenwolmsdorflied, dessen Strophen lauten:

      Langenwolmsdorf, du mein Dörfchen, mein geliebter Heimatort,
      dein vertrauter Name klingt mir im Herzen fort.

      Langenwolmsdorf, all mein Fühlen dieses eine Wort umspannt.
      Schöner dünkt als du wahrhaftig mir kein Fleck im Land.

      Langenwolmsdorf, deine Hügel und dein bachdurchflossenes Tal
      ziehen mich aus fremden Landen zu dir wieder jedes Mal.

      Langenwolmsdorf, möge Gottes Huld vor Not und Kriegsgefahren
      deiner Felder stillen Frieden sowie Mensch und Tier bewahren.

      Die jungen Schauspieler und die sie unterstützenden Erwachsenen erhalten für die Darbietung ausgiebig anerkennenden Beifall. Armin dankt den Akteuren für die respektable Leistung. Ihnen sei mit wenig materiellem Aufwand ein origineller und unterhaltsamer Beitrag gelungen.
    8. Die Forkerts in Deutschland, 17.08 – 17.20 Uhr
      Lutz dankt, auch im Namen von Jürgen, sehr herzlich für die Möglichkeit einige ihrer Kenntnisse und Erkenntnisse über den Namen Forkert vortragen zu dürfen. Orientierung hätte ihnen ein Satz auf der Homepage des Familienverbandes gegeben, der besagt, dass die Stämme der Forker und Furker, der Furkert und Forkert eine gemeinsame Wurzel haben.
      Da bei Jürgen die Wurzel bereits belegt ist, wird er vorrangig auf die Forkert in Deutschland und der Welt zu sprechen kommen. Er selbst möchte indessen seine ganz persönliche Suche im Namensdschungel der regionalen Kirchenbücher schildern.
      Beide hätten sich vor 17 Jahren nur deshalb kennengelernt, weil sein Name im Dresdner Rathaus an einer Tür stand. Diese wurde eines Tages von Jürgen geöffnet, der fragte, ob sie nicht zufällig gemeinsame Vorfahren hätten. Obwohl sie bis zum heutigen Tage keine finden konnten, sind sie seit jener Begebenheit freundschaftlich verbunden.
      Als Bindemittel erwies sich vor allem das gemeinsame Interesse an der Herkunft und Geschichte des Familiennamens. Er nehme an, das träfe auch in gewisser Weise auf die Angehörigen des Familienverbandes zu.
      Die Suche stieß anfangs auf etliche Hindernisse. In der DDR war Familienforschung wegen einiger belasteter Begriffe aus dem Dritten Reich, wie "Ahnenpaß" oder "arische Abstammung", nicht gern gesehen. Da er diesbezügliche Dokumente nicht besaß, war sein Anhaltspunkt lediglich ein Stück Papier, auf dem geschrieben stand, dass der Urgroßvater Friedrich Wilhelm Forkert 1850 in Röhrsdorf bei Stolpen geboren wurde. Dieser wäre wahrscheinlich für alle Zeiten sein Spitzenahne geblieben, wenn es keinen Kontakt zur Ansprechstelle des Familienverbandes gegeben hätte. Joachim ermunterte und unterstützte ihn nach Kräften beim Forschen, auch als er noch in Portugal lebte.
      Aus 3000 km Distanz startete er damals Anfragen bei Kirchengemeindeämtern. Dort konnten Namen und Daten der Eltern und Großeltern des Urgroßvaters ausfindig gemacht werden. Diese lebten einst im Röhrsdorfer Nachbarort Eschdorf. Dort ist der Name Forkert in der heutigen Schreibweise ab 1799 nachweisbar. Von diesem Jahr abwärts stieß er immer wieder auf den Konflikt zwischen dem geschriebenen Deutsch und dem gesprochenen Sächsisch der ländlichen Bevölkerung, der zahlreiche Namensvarianten verursachte. Trotz der Namenswandel hoffe er, bei der Feststellung der Herkunft weiterzukommen. Nachdenkliche Bemerkungen zum Thema "Beschäftigung mit den Vorfahren in Gegenwart und Zukunft" beenden seinen Vortrag.
      Jürgen´s Manuskript besteht aus zahlreichen Projektionsbildern, die nachfolgende wesentliche Aussagen enthalten.
      Der Ursprung der Entwicklungsgeschichte der Familie Forkert ist auch in Langenwolmsdorf zu suchen. Beim Jahre 1734 enden die Bemühungen seines Großvaters weitere Vorfahren zu erkunden. Er hatte herausgefunden, dass die ermittelten Vorfahren aus dieser Ortschaft stammten und Forker hießen.
      Dieser Sachverhalt bekräftige die These, dass die Forker sich zwar unterschiedlich geschrieben haben, aber letztendlich miteinander verwandtschaftlich verbunden sind. In Deutschland gibt es 188 Telefonbucheinträge zum Namen Forker und damit ca. 501 Personen mit diesem Namen. Diese leben in 61 Städten und Landkreisen. In Dresden findet man 31 Anschlüsse; es folgt die Sächsische Schweiz mit 18. Zum Namen Forkert gibt es in Deutschland 240 Telefoneinträge und erfasst etwa 640 Personen. Diese leben in 88 Städten und Landkreisen. 27 Anschlüsse sind in der Sächsischen Schweiz gemeldet; Berlin folgt mit 20 und Dresden mit 18.
      In der Sächsischen Schweiz und in Dresden leben ca. 260 Forker und Forkert; das sind ca. 22 % aller in Deutschland lebenden Forker-/Forkert-Familien. Im Freistaat Sachsen sind es ca. 312 Personen und 27%.
      Die Forkert haben eine zweite schlesische Linie, die sich von Grünberg über das Odergebiet, Berlin bis zur Mark Brandenburg zieht. Allerdings sind in Berlin und Umgebung auch sächsische Forkerts zu finden.
      Die Familien Forker / Forkert immigrierten vorzugsweise in die USA und nach Neuseeland. Hingegen emigrierten über 60 Forker / Forkerts aus Großbritannien. In den Jahren 1870 bis etwa 1957 kamen die USA–Einwanderer hauptsächlich aus Deutschland, Schottland und Holland.
      Viele Immigranten in Neuseeland und Australien stammen aus der schlesischen Linie. Als Besonderheiten können genannt werden, eine Peka-Nuß-Art trägt den Namen Forkert, in Neuseeland gibt es eine Forkert Road und in Dänemark heißt "forkert" = verkehrt.
    9. Ausklang
      Nicht wenige Stimmen bekunden, das Familien – Treffen 2008 zähle zu den gelungenen Veranstaltungen und man freue sich auf die achte Zusammenkunft im Jahr 2011. Armin dankt allen Beteiligten für die vielfältigen Beiträge, ob aktiv mitwirkend, unauffällig unterstützend oder geduldig und interessiert zuhörend. Wer nicht dabei war, habe etwas versäumt.
      Er hofft, dass alle gesund bleiben und wünscht sichere, glückliche Heimkehr. Frau Roch ermuntert zum Seßhaftwerden in Langenwolmsdorf.
      Birgit macht aufmerksam, dass die Stadt Adelaide den Feiern zum 175jährigen Bestehen entgegensieht.
      Das Treffen endet offiziell um 17.25 Uhr.
    10. Klaus Forker
      Protokollführer


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    Das 6. Familientreffen 2005, fand am Samstag den 03. September im Erbgericht Langenwolmsdorf statt.

    Treffen 2005
    Aufstellung zum Gruppenbild - vor dem Friedhofsportal Langenwolmsdorf.
    Foto: Matthias Haßpacher

    Zu unserem Treffen schrieb die Sächsische Zeitung vom 05.09.2005

    SZ-Artikel Treffen 2005

    Schauen Sie doch mal auf die Homepage von Langenwolmsdorf und dort unter "Zurückgeblickt" Forker-Treffen 3.9.2005!


    PROTOKOLL über das 6.FORKERTREFFEN in der Gaststätte "Erbgericht" zu Langenwolmsdorf am 03. September 2006

    Teilnehmer
    Leitung Hans-Georg Forker (Refrath)
    Referenten Joachim Forker (Düsseldorf)
    Prof.Dr.habil Armin Forker (Leipzig)
    Kirchenvertreter Pfarrer Herr Fritjoph Weber (Pfarrbezirk Stolpen)
    Kantor Herr Erik Sirrenberg
    Kirchnerin Frau Siegrid Bürger
    Ehrengäste
    Herr Uwe Steglich, Bürgermeister der Stadt Stolpen
    Herr Jan Barowski, Ortsvorsteher des OT LWD
    Frau Romy Roch, Chronistin für den OT LWD
    Porzellanmalerei
    Frau Sybille Forkert, Dresden
    Presse
    Herr Daniel Spittel, Sächsische Zeitung
    Herr Heiko Roch, Sächsische Zeitung, Lokalteil Sebnitz
    Kultur
    Frau Birgit Lehmann und Herr Frank Müller des Ensembles "Dresdner Originale"
    Protokoll
    Klaus Forker (Lohmar)
    Familien angemeldet bis 15.08.2005
    anwesend
    46
    49
    Familienangehörige angemeldet bis 15.08.2005
    entschuldigt gefehlt
    ohne Mitteilung ferngeblieben
    unangemeldet erschienen
    gesamt anwesend
    85 Pers.
    14  "
     8  "
    23  "
    86  "
    davon 7 Kinder

    Programmpunkte und Ablauf

    1. Andacht durch Herrn Pfarrer Fritjoph Weber, 14.02 – 14.24 Uhr
      In wechselnder Folge stimmen das Lied “ Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, dein HeiligGeist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er uns regier und uns den Weg zur Wahrheit führ “ und der Psalm “ Der Herr hält Treue ewiglich “ auf die Andacht ein.
      Der Geistliche stellt anschließend fest, es sei eine gute Sitte, das Familientreffen mit einer Andacht zu beginnen, gemeinsam zu singen, Gottes Wort zu hören und miteinander zu beten. Leider werde der Gesang nicht bis zum Schluß der Andacht vom Orgelspiel begleitet werden können. Die Organistin ist erkrankt und der sie vertretende Kantor muß vorzeitig gehen, um seine ursprüngliche Verpflichtung auch noch wahrzunehmen.
      Pfarrer Weber begrüßt die 89 anwesenden Personen als  “ Liebe Familie und Gemeinde", die eigentlich einen Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde beantragen könnte. Wohl nicht wegen der Anzahl der Familienmitglieder – da gäbe es noch weitere in der Größenordnung – aber unter dem Gesichtspunkt der weltweiten Verbreitung. Immerhin sind und waren Forkers ansässig in Irland, Schottland, Nord-und Südamerika sowie in Deutschland und schon 1554 im Raum Langenwolmsdorf. 
      Ohne Zweifel begleitete Gott die Forkers und auch die “ Nicht-Forkers “ stetig auf ihrem Lebensweg, wo immer sie sich in der Welt aufhielten. Der Psalm “ Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was Er dir Gutes getan hat!“ spricht die Fakten an und appelliert, was zu tun ist, wenn bewußt wird, das Geschehen wird von unserem Gott und Herrn mitgestaltet. Der Satz spreche davon, dass Menschen Gott loben und er ihnen etwas Gutes tut. Ursache und Wirkung könnten aber auch in umgekehrter Reihenfolge betrachtet werden, nämlich Gott wird für uns tätig; wir danken und loben ihn dafür. Wir tun solches, weil wir ihn als Ursprung und Herkunft erkennen. Schwindet diese Erkenntnis, versiegen auch Dankbarkeit und Lob. Der Psalm rufe auf, die Vergeßlichkeit auf keinen Fall zu pflegen.   " Was Gott getan hat “ auf heute und hier angewendet bedeutet: Er hat generell Leben geschenkt, den Bestand der Familie gewährleistet und zum Erhalt des Namens Forker beigetragen sowie Vorhaben derart beeinflußt, dass sich die Forkers alle drei Jahre in Langenwolmsdorf treffen. Das seien Fakten, die vom Wollen bestimmt sind und über die man sich freuen kann. Gott wird alle Anwesenden bis zum 7.Treffen begleiten und auf diesem Weg in die Zukunft die Sinne schärfen für alles, worauf die Forkers stolz sein können und wofür sie dankbar bleiben dürfen, eben als besondere Familie.
      Amrit ( Leipzig ) singt, vom Kantor instrumental unterstützt, eine Arie aus dem Stabatmater des italienischen Komponisten Giovanni Batista Pergolesi  ( 1710 – 1736 ), eines der beliebtesten geistlichen Werke des 18.Jahrhunderts. Es ist ein vertontes Gedicht auf die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Sohn. Das Gebet enthält den Dank an den treuen Gott, dem etliches zu verdanken ist, z.B. das sichere Geleit zum Veranstaltungsort, den Familiensinn und das Bewußtsein für die Gemeinschaft. Dazu wird die Erwartung ausgesprochen, unversehrt zu den Wohnorten heimzukehren sowie auf das weitere Tun des Herrn und Schöpfers gespannt zu sein.Und weil es uns zur Zeit persönlich gut gehe, bezieht Pfarrer Weber die vielen namenlosen und unschuldigen Opfer des Hurrikan “ Kathrina " in New Orleans, USA sowie die selbstlosen Helfer in das Gebet ein. Gott kenne die Not und auch, was freudig stimme. Dem Gebet folgen Vaterunser und der Segen. Zum Abschluß singt die Gemeinde aus der Rubrik “ Lob und Dank “ die Strophen 4 und 5 des Liedes “ Lobe den Herrn ........".  Die Kollekte ist für die Reparatur des Kirchendachs bestimmt.
    2. Begrüßung durch Hans–Georg Forker 14.25 – 14.30 Uhr
      Hans–Georg dankt Pfarrer Weber aus vollem Herzen für die würdige Gestaltung der Andacht und die zum Nachdenken anregenden Worte der Ansprache. Sodann heißt er die kurz nach Beginn eingetroffenen Herrn Bürgermeister Steglich sowie Herrn Ortsvorsteher Barowski herzlich willkommen. Er erläutert, warum sich die Forker regelmäßig alle 3 Jahre in Langenwolmsdorf treffen, und welche Gründe die Teilnehmer motivieren, eine weite Anreise auf sich zu nehmen. Triebfeder sei wohl der Wunsch, anhand der zahlreichen vorhandenen Unterlagen Einzelheiten über die Abstammung bis zu den Spitzenahnen zurückzuverfolgen, um vorhandene Kenntnisse zu ergänzen oder sich ganz ungezwungen mit Verwandten zu treffen, um Neuigkeiten auszutauschen, Erinnerungen wachzurufen bzw. über das seit dem letzten Treffen Erlebte zu reden. Natürlich sei man insgeheim auch neugierig, was Joachim bei seiner Forschungstätigkeit wieder entdeckt haben mag.Wie kommt man in so eine Gemeinschaft hinein ? Hans –Georg erinnert an das Gedicht von Hansgeorg Stengel ( nachzulesen im Protokoll des 5. Familientreffen ), dessen Erkenntnis lautet: Man werde irgendwann hineingeboren und irgendwo aufs Lebensgleis gestellt. Geburt und Tod wären schwerlich abzuwenden, doch was dazwischen liegt, bestimme der / die Daseiende selbst. Ziehe man die niedrige Lebenserwartung in zurückliegenden Jahrhunderten heran, so wären die Forker zu ihrer Zeit mit 50 Lebensjahren immerhin recht alt geworden. Heutzutage stelle das Erreichen des 80. Lebensjahres keine Seltenheit mehr dar. Zum Wert der Familie habe sich bereits schon der Schriftsteller Erich Kästner mahnend geäußert, denn seine Erkenntnis beschrieb er mit den Worten: „ Denn ohne Vorfahren wäre man im Ozean der Zeit wie ein Schiffbrüchiger auf einer winzigen und unbewohnten Insel ganz allein – mutterseelenallein, großmutterseelenallein, urgroßmutterseelenallein.“ Hans-Georg richtet besonderen Dank an Joachim für seinen hohen persönlichen Einsatz bei der organisatorischen Vorbereitung des Treffens und dankt im weiteren auch allen Anwesenden für ihr Kommen.
    3. Ehrung der Vorfahren durch Pfarrer Fritjoph Weber 14.35 – 14.40 Uhr
      Unmittelbar nach dem Gedenken versammeln sich die Kirchenbesucher vor der Gedenktafel der Forkerfamilie, die anläßlich des 5.Familientreffen an der Friedhofsmauer neben dem Durchgang zum Pfarrhaus angebracht worden war. Unterhalb der Tafel zieht ein frischer Blumenstrauß die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich. Die Kirchnerin Frau Siegrid Bürger hatte einen Strauß Astern spendiert und mit dieser herzlichen Geste die Stätte der Ehrung mit einem herbstfarbenfrohen Tupfer versehen. Hans – Georg, Joachim, Armin und Klaus legen ein kunstvoll arrangiertes Sonnenblumengesteck oberhalb der Tafel auf die Friedhofsmauer. Pfarrer Weber hebt in seiner Würdigung die Bescheidenheit der Vorfahren hervor, einen schlichten und einfachen Lebenswandel gepflegt zu haben. Er fragt dann, wer wohl die Namen der inzwischen 4800 ermittelten Namensträger Forker kenne oder sogar nennen könne. Sodann erinnerte er, dass vor zwei Jahren Helmut verstarb, der Letzte in Langenwolmsdorf lebende Forker. Die Andacht endet mit der Erteilung des kirchlichen Segens.
    4. Fotografieren 14.40 – 14.45 Uhr
      Aufstellung zum Gruppenfoto auf dem ansteigenden Weg zum Friedhofseingang. Zahlreiche Fotografen geben sich redliche Mühe das Ergebnis eigner Regieanweisungen oder auch zugerufene Wünsche auf den Film zu bannen oder auf digitale Datenträger zu speichern.
    5. Gemeinsames Kaffeetrinken, Beginn 15.00 Uhr
      Familie Nestroy und Mitarbeiter schaffen zügig die gewünschten Getränke und Kuchenportionen zu den nunmehr kaffeedurstigen Teilnehmern.
      Joachim setzt die am Vormittag begonnenen Tätigkeiten zum Programmpunkt "Auskünfte und Registrierungen zu Vorfahren und Nachkommen aus/in unserer Computer-Datenbank" fort. Die Forkers nutzen das Angebot, wann immer es der Programmablauf gestattet. Familienstammbäume werden an großflächigen Schaubildern aufgezeigt, vorhandene Informationen auf dem Bildschirm des mobilen Rechners präsentiert und Dateien durch neue Informationen ergänzt. Bürgermeister Steglich erhält die Gelegenheit, Grußworte an die Zuhörer zu richten. Er wählte diesen Zeitpunkt, da das Gedenken an die Vorfahren in der Kirche seinen vorgesehenen Verlauf nehmen sollte.
      Für ihn sei es schon Tradition, zu der großen Forkerfamilie zu sprechen. Er nehme gern an den Veranstaltungen teil. Seine Hoffnungen und Wünsche sähe er erfüllt, wenn die Bindung der Forkers an Langenwolmsdorf noch recht lange erhalten bliebe. Er regt an – sofern es der Aufenthalt der Besucher erlaube – sich am fröhlichen Treiben der gerade eröffneten Festwoche zu beteiligen, die insbesondere dem Kindergarten und der Feuerwehr gewidmet ist. Ortsvorsteher Barowski grüßt auch im Namen des Ortschaftsrates und betont, Langenwolmsdorf sei ein sehr lebendiges Dorf, dessen Aktivitäten es verdienten, europaweit  auf sie aufmerksam zu machen und für einen Besuch des Dorfes zu werben.
      Herr Steglich und Herr Barowski verlassen die Kaffeerunde nach etwa einer Stunde, weil sie noch andere repräsentative Pflichten wahrnehmen müssen.
      In der Sächsischen Zeitung soll in den nächsten Tagen ein Bericht über das Familientreffen erscheinen, dem die Redaktion auch ein Foto mit dem ältesten und jüngesten Teilnehmer beifügen will. Ein eigens dafür angereister Fotograf macht Aufnahmen von Hans-Georg (89), der stolz und behutsam Leonie Sophie aus Berlin (5 Monate) im Arm hält. Beide blicken vielsagend in die Kamera, der Senior großväterlich wohlwollend, der jüngste Sproß kindlich zutraulich.
    6. Bericht über Aktivitäten seit dem letzten Treffen durch Joachim Forker 15.25-15.35 Uhr
      Das Hauptaugenmerk war gerichtet auf die Suche nach weiteren Vorfahren in den Nachbarorten Langenwolmsdorf´s, vor allem für die vielen noch anzubindenden Zweige. Die Arbeit werde allerdings zunehmend schwieriger, da die knapp besetzten Pfarrämter kaum noch Zeit für Auftragsforschungen hätten. In einigen Orten fehlten außerdem frühe Dokumente, die während des 30jährigen Krieges oder Bränden, z.B. die Kirche in Schmiedefeld, vernichtet wurden. Somit sind weitere Vorfahren der Zweige aus den Nachbarorten kaum noch zu ermitteln.
      Derzeit beschäftige ihn die Prüfung des Telekommunikationsverzeichnis „ Das Telefonbuch“ der Deutschen Telekom AG. Die regionalen Bände dienten als wertvolle Quelle bei der Suche nach weiteren Forker – Anschriften.
      Joachim wiederholt seine Bitte, ihm Anschriften-änderungen als auch  Personenstandsveränderungen wie Eheschließungen, Geburten und Todesfälle umgehend mitzuteilen. Darüberhinaus stellt er die Frage, ob der 3jährige Turnus der Treffen beibehalten werden soll, oder eine Mehrheit längere Abstände befürworten würde.
      Zu den beim 5.Treffen gespendeten Beiträgen führt er aus, ein Großteil entfiel auf die beim selben Treffen enthüllte Ehrentafel und den noch heute zu erwartenden Kulturbeitrag. Weitere  Aufwendungen galten den Einladungen. Angeschrieben wurden 270 Anschriften; von den   beigefügten Antwortkarten kamen 52 zurück. Somit seien die Forkers heute mit dem Hauptstamm und 9 Zweigen vertreten. 
      Die Auswertung  der Rückäußerungen ergab, 75 % favorisierten einen Kulturbeitrag, lediglich  45 % wünschten zu tanzen. Auf der Grundlage dieses eindeutigen Votums werden uns   später historische Persönlichkeiten überraschen. Auf das Tanzvergnügen muß leider verzichtet werden.
      Zum Schluß seiner Ausführungen appelliert Joachim, die weitere Arbeit zum Wohle des Familienverbandes wie bisher durch großzügige Spenden zu unterstützen. Der Appell verhallt nicht ungehört im Saale. Die spätere Sammlung erbringt einen Betrag in Höhe von einigen Euro.
    7. Edles Kunsthandwerk aus Sachsen vorgestellt von Sybille Forkert aus Dresden" 15.35– 15.40 Uhr
      Handbemalte Porzellane waren schon immer besondere Geschenke für besondere Anlässe und stilvolle Zeugnisse des Kunsthandwerks von Sachsen, wo 1708 in Dresden das europäische Porzellan erfunden und die europäische Porzellanmalerei begründet wurde.Diese Tradition werde in ihren Handwerksbetrieb fortgesetzt, erklärt die Manufaktur- Porzellanmalermeisterin, Frau Sybille Forkert, aus Dresden.
      Sie bemale Weißporzellan namhafter deutscher und französischer Hersteller in fast allen Genres.
      Dazu gehörten klassische Blumendekors und aufwendige Watteaumalereien, aber auch Vogel – und Insektenmotive, Jagd – und Wildszenerien, Ming-Drachen, Familienwappen oder Malereien in der Art des sächsischen Romantikers Ludwig Richter.
      Skurril bemalte Tierfiguren sind beliebte Sammelobjekte geworden.
      Anhand mitgebrachter Teller und Wappenschilde mit dem Forkerwappen können sich die Betrachter von der hohen Qualität der Arbeiten überzeugen.
      Wer ein derartiges Kunstwerk erwerbe, besitze mit Sicherheit ein Unikat.
      Die gezeigten kostbaren Stücke führen zu Gesprächen zwischen Kaufinteressenten und der Künstlerin.
    8. Die schottische Farquharson – Geschichte vorgetragen von Armin Forker 15.40– 16.05 Uhr
      Armin hat seinen Beitrag auf die Unterthemen „ Clan am Fluß Dee “ und „ Stoffe machen  Geschichte “ begrenzt. Mit eingeschlossen ist eine kritische Hinterfragung einiger Gesichtspunkte.
      Eingangs stellt er fest, unsere mutmaßlichen Vorfahren, die Farquharson´s und Farquhar´s, haben wahrscheinlich vor Mitte des 16.Jahrhunderts eines der schönsten gegenwärtigen europäischen Reiseziele aufgegeben: Schottland.
      hätten sie hinter sich gelassen und auf dem Seewege über die Ostsee oder den Atlantik sich den Festländern zugewandt.
      Familientradition, Burgen, Schlösser, ein Land zwischen der Nordsee und dem Atlantik, stolz wie kein zweites im späteren Britischen Empire, tauschten sie gegen eine neue Heimat in Ost- und Mitteleuropa sowie in Nord – und Südamerika.
      nach Schottland gewann.
      Die Zuhörer erfahren Näheres über Schloß Balmoral, der Sommerresidenz der britischen Königsfamilie, und andere Sehenswürdigkeiten.
      Erstaunen hätte allerdings hervorgerufen, daß den Schotten der Name „ Farquhar “ als „ Forker “ genauso geläufig von der Zunge ginge als wäre man in Deutschland.
      Stichworte „ Balmoral “ und „ Farquhar “ führen zielsicher in eine bestimmte Talweitung des Flusses Dee unweit von Aberdeen, in der wunderbaren Grampian – Region, zwischen der Stadt Ballater und dem Schloß Balmoral, die dem Farquhar – Clan als Siedlungsgebiet zugeordnet wird.
      Armin geht nun näher auf den Begriff „ Clan “ ein. Der Clan sei vergleichbar mit einer Großfamilie, die sich durch Symbole und Zeichen von anderen unterscheidet und einem Oberhaupt, genannt Chief, geführt wird. Erstmals erwähnt werden Clans im 12.Jahrhundert. Schon damals trugen die Bewohner des Hochlandes zur Unterscheidung die buntkarierten Wolltücher mit dem Tartan ( taatn ) bezeichneten Muster. Alle Mitglieder des Clans führten den Namen des Chiefs, auch wenn sie mit ihm nicht blutsverwandt waren. Die Mitglieder eines Clans befolgten einen Ehrenkodex, und die Männer waren Krieger, die ihre Herden unter Einsatz des Lebens verteidigten. Schottische Tartanstoffe – in Ballen gehandelt – sind durch eingewebte Farb – Karomuster gekennzeichnet, die einem diesbezüglichen Clan zugeordnet sind. Das Muster gilt nicht nur für den Kilt, sondern auch für Schals und Krawatten. Die Tracht wird vervollständigt durch einen Ledergürtel, Kniestrümpfe, besonderes Schuhwerk, eine Felltasche und einen Dolch. Bei festlichen Gelegenheiten trägt man eine reich verzierte Weste. Heutzutage umfasse die Farb – Karo – Muster-Kollektion 150 Varianten. Auch für die Farquharson´s und Farquhar´s ist ein spezielles Muster überliefert.
      Die schottische Gebirgsregion am Fluß Dee ähnelt der thüringischen Landschaft. Einige unserer mutmaßlichen Vorfahren verließen diese Heimatgefilde bereits im 16.Jahrhundert. Offenbar den zahlreichen Fehden und Auseinandersetzungen überdrüssig, wanderten sie über die Ostsee vor allem nach Polen und in das Baltikum aus.
      Auswanderungsbewegungen könnten auch durch die 1542 – 1560 in Schottland stattfindende Reformation ausgelöst worden sein, als der Calvinist John Knox die presbyterianische Church of Schottland gründete, die zur Staatskirche wurde. Viele Einwohner katholischen Glaubens - mit dem Wechsel nicht einverstanden – verließen daraufhin das Land.
      Armin nennt ein weiteres geschichtliches Ereignis, das für die Schotten zu einschneidenden Folgen führte. Nach der verlorenen Schlacht bei Culloden auf dem Moor nahe Inverness am 16.April 1746 gegen die Engländer, die auch bestens ausgebildete hannoveranische Truppen einsetzten, mußten die Schotten ihre Identität aufgeben. Sie wurden teilweise brutal unterdrückt, durften weder ihre Sprache sprechen noch ihre clanbezogene Kleidung tragen. Die  tristen und perspektivlosen Lebensumstände zogen weitere Auswanderungswellen  nach sich.
      Erst seit der Anerkennung im viktorianschen Zeitalter vor etwa 150 Jahren trat eine Lockerung des Diktats ein und die schottische Geschichte konnte erforscht werden. Doch es waren erhebliche Lücken entstanden. Vieles ist nicht belegt. Wenn die Schottenstoffe mit einem bestimmten Muster und einer bestimmten Farbzusammenstellung für einen bestimmten Clan heute überall in Schottland angeboten werden, so stützt man sich auf alte Zeichnungen, soweit sie überliefert sind. Man bemühe sich zwar emsig um seriöse Traditionspflege, doch der Einfluß der gewinnbringenden Vermarktung und des Tourismus spielt auch in Schottland eine wesentliche Rolle. Zur Ansiedlung von Schotten im hiesigen damals noch katholischen und dem Meißner Bischof unterstehenden Stolpener Raum merkt Armin an, gegen diese Annahme des Familienverbandes erheben einige deutsche Historiker Einwände. Solche Zufälle und Einmaligkeiten seien im geschichtlichen Ablauf nicht belegt, außerdem gäbe es keine urkundlichen Aufzeichnungen darüber. Eines mache sie jedoch kleinlaut: Unser Namensbezug. Er ist einmalig ortsbezogen und nicht etwa vom niederdeutschen „ forke “ = Gabel abgeleitet.Denn alle auf der Welt ansässigen deutschen Forkers kommen aus Langenwolmsdorf. Zweifel könnten dennoch genährt werden, da von den mutmaßlichen schottischen Einwanderern keinerlei Reste ihrer Sprache oder Gebräuche überliefert sind.
      Wann und warum schottische Farquahrs hier in Langenwolmsdorf siedelten ist ebenso ungeklärt wie ihr Weg von Schlesien bis hierher. Es bleibt also noch genügend zu erforschen.
    9. Dankesworte von Jürgen aus Seevetal 16.05 – 16.10 Uhr
      Jürgen meint, es sei nun endlich mal an der Zeit, dem Präsidium Lob und Anerkennung für das intensive Wirken und die Protokolle auszusprechen. Die geleistete Arbeit verdiene es, vor einem großen Auditorium besonders gewürdigt zu werden. Es sei ihm ein Herzensbedürfnis hierbei die Initiative zu ergreifen. Seine Gedanken und Worte finden bei der Zuhörerschaft positive Resonanz und bei den so herzlich Angesprochenen dankbare Aufnahme.
    10. Kultureller Beitrag durch das Ensemble „ Dresdner Orginale 16.35 – 17.45 Uhr
      Gewandet in die Kleidermode zur Zeit August des Starken betreten eine Dame und ein Herr würdevollen Schrittes den Saal. Man sieht den Beiden an, sie verkörpern die höhere Gesellschaftschicht, die am Hofe des Sachsenkönigs Dienste anbot, unablässig versuchte Einfluß zu gewinnen oder dem Herrscher einfach nur gefallen wollte. Die Dame bricht das Schweigen, nach dem beide das Publikum eingehend betrachtet haben. Adel verpflichte, teilt sie mit fester Überzeugung den staunenden Zuhörern mit. Deshalb sei die Reichsgräfin Anna Constantia von Cosel geneigt, Euch Audienz zu gewähren, Einblicke in die sinnfrohe, barocke Zeit am Hofe zu geben und nicht mit Wahrheiten, Hintergründen und Amüsement zu sparen. Ihr Begleiter, Generalleutnant und Baron Friedrich Wilhelm von Kyaw – Festungskommandant von Königstein und Stolpen – stimmt der Ankündigung in respektvoller Haltung schweigend zu.
      Es folgt ein abwechslungsreicher Reigen kecker Sprüche, fröhlicher Liedlein – teilweise im Duett in sächsischer Mundart und deutscher Hochsprache – , amouröser Bonmots, amüsanter Schwänke und geistvoller Dialoge. Zum Beispiel könne ein barockes Ankleidezimmer als Ersatzteillager bezeichnet werden oder die Elbe als Canale Grande. August der Starke liebte mehrgleisig, es ging zu wie auf einem Verschiebebahnhof; zusammengefaßt, eine erheiternde Rotation. Die Zuhörer werden mit den Aufgaben einer Mätresse vertraut gemacht.
      Zu Gehör kommen bissige Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg, und es werden die damaligen Zustände bei Hofe auf die Gegenwart übertragen.
      Zuweilen werden die Zuschauer in das Geschehen mit einbezogen. Der Einsatz eines gedrechselten Potentiometers, das den Grad der Leidenschaft messen kann, und die Verteilung des potenzfördernden Krautes „ Thymian “ lösen heitere Reaktionen aus.
      Die Darsteller Frau Birgit Lehmann und Herr Frank Müller brillieren in ihren Rollen mit gewinnendem Charme, sprudelndem Witz, profundem Wissen, herzhaften Humor und hohem schauspielerischen Können. Sie verstehen es, Tradition und Moderne auf das Trefflichste miteinander zu verbinden und die Zuhörerschaft bestens zu unterhalten.
      So geizt denn das Publikum auch nicht mit dem Brot der Künstler. Beiden Akteuren wird reichlich herzlicher Applaus gespendet.
    11. Tanz
      Der in der Einladung aufgeführte Programmpunkt entfällt aus den im Bericht von Joachim genannten Gründen.
    12. Ausklang
      Ein oft zitierter Rat lautet, wenn es am schönsten ist, sollte man gehen. Dieser Devise folgen zahlreiche Forkers. Diejenigen, für die der Abend gerade erst angefangen hat, finden sich in zwei Gruppen zusammen. Die eine bleibt am Orte des Geschehens seßhaft, die andere sucht die Gasträume im Erdgeschoß auf. Das Erlebte liefert genügend Gesprächsstoff.
      Bereitwillige Helfer unterstützen das Zusammenpacken der genealogischen Präsentationsunterlagen.
      Armin dankt den noch anwesenden Mitgliedern des „ Vorbereitungsgremiums “ für die wiederum hervorragend gelungene Veranstaltung. Gegen 22.00 Uhr mahnt das Sandmännchen zum Aufbruch.

    Klaus Forker
    Protokollführer